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Geschichte

Geschichte

Die Anlage wurde von Emili Pou entworfen, da man den Leuchtturm von Ahorcados zur Markierung der großen Meerenge zwischen Ibiza und Formentera für nicht ausreichend erachtete. Eigentlich hatte man ein drittrangiges Seezeichen vorgesehen, doch wollte die Leuchtturm-Kommission lieber einen viertrangigen Leuchtturm wie in Ahorcados errichten, außerdem mit Festfeuer und drei roten Lichtblitzen alle 3 Minuten, um es von dem Leuchtfeuer von La Mola unterscheiden zu können, das ebenfalls als Festfeuer angelegt war. Der Bau wurde am 15. März 1864 eingeweiht. Die Optik hatte man bei der Pariser Firma Henry Lepaute für 11.079,45 Francs erworben. Bald traten Schwierigkeiten wegen der extremen Nähe zum Meer auf, da Wellen in die Wohnungen der Leuchtfeuerwärter eindrangen und das Gebäude schnell baufällig wurde. Dies wurde noch dadurch beschleunigt, dass man für den Bau eine einheimische Steinsorte namens „Marés“ verwendet hatte, die nicht besonders konsistent war. 1897 schlug Pedro Garau vor, das Gebäude abzureißen und neue Wohnungen an einem weiter weg und höher gelegenen Standort zu errichten und dafür Santanyí-Stein zu verwenden, der als härter und resistenter gegenüber Erosion bekannt war. Im Zuge dieses Neubaus wurde eine Unterführung angelegt, die den Turm mit dem neuen Gebäude verband, weil bei starkem Unwetter Wellen über die kleine Insel rollen. Dank der Unterführung konnten die Leuchtfeuerwärter ungefährdet zum Turm gelangen. Im Jahr 1913 riss jedoch eine starke Windhose das Dach des neuen Gebäudes ab und die Wände ein und verwandelte es in einen Trümmerhaufen. Nur die tragenden Wände blieben stehen. Die Leuchtfeuerwärter mussten auf der benachbarten Insel Espalmador unterkommen, und das Gebäude musste neu aufgebaut werden. Der Leuchtturm war nach dem von Penjats die zweite Anlage, die automatisiert wurde. Dazu verwendete man ab dem Jahr 1935 eine mit Acetylen gespeiste Beleuchtung, die sich per Sonnenventil automatisch einschaltete.

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