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Geschichte

Geschichte

Genau wie der Leuchtturm von Punta Nati wurde diese Anlage wegen der vielen Schiffsunglücke errichtet, die sich nach der Inbetriebnahme des Leuchtfeuers von Cavalleria ereigneten. Besonders viel Aufmerksamkeit erregten damals die Unglücke der Dampfschiffe „Isaac Pereyre“ im Jahr 1906 und „General Chanzy“ im Jahr 1910. Ersteres wurde als Postschiff zwischen Marseille und Algerien eingesetzt und verunglückte an der gleichen Stelle, an der bereits im März 1898 das französische Dampfschiff „Ville de Rome“ der Compañía General Transatlántica Schiffbruch erlitten hatte. Der Entwurf zum Leuchtturm stammt von Mauro Serret, und für die Sanierung war Miguel Massanet verantwortlich. Im Juli 1917 wurde mit der Errichtung begonnen, doch mussten die Bauarbeiten wegen mangelnder Geldmittel und der Proteste des ehemaligen Grundstücksbesitzers, der keine Zahlung erhalten hatte, unterbrochen werden und konnten erst 1922 abgeschlossen werden. Die Einweihung erfolgte am 22. September jenes Jahres. Die katadioptrische Optik stammte von BBT und erzeugte anhand von Chance-Lampen mit 85 mm Durchmesser ein Leuchtfeuer mit 2+1 Lichtblitzen alle 10 Sekunden. Diese Optik kann heute in der Seezeichen-Ausstellung im Leuchtturm von Portopí bestaunt werden. Der Turm war 33 m hoch und der erste auf den Balearen, den man vollständig aus Beton errichtete. Die Laterne mit 3 m Durchmesser ist ein Fabrikat der Firma Maquinista Valenciana.