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Geschichte

Geschichte

Diese Anlage ist einer von vier Leuchttürmen, die von Antonio López y Montalvo entworfen wurden und von denen nur noch dieser und der von Penjats in Betrieb sind. Er wurde am 1. März 1857 mit einer zweitrangigen Festfeuer-Optik der Firma Sautter eingeweiht. In diesem Küstenabschnitt hatten sich seit dem 14. Jahrhundert schon mehr als siebenhundert Schiffbrüche ereignet, und trotz der Navigationshilfe mithilfe dieses Leuchtturms gab es auch weiter erhebliche Unglücke, woraufhin man die Leuchttürme auf Favàritx und Punta Nati errichtete. 1911 wurde ein Beleuchtungssystem mit einer Luchaire-Glühlampe eingebaut, doch da dieses Modell in den spanischen Leuchttürmen eher selten eingesetzt wurde, erwies sich seine Handhabung als recht problematisch. Im Jahr 1922 wurde die alte feste, zweitrangige Optik durch ein großes, drittrangiges Modell mit 500 mm Brennweite ersetzt, und die mehreckige Laterne durch eine zylindrische Laterne mit gebogenen Scheiben und vertikalen Streben. Das neue Leuchtfeuer bestand fortan aus Gruppen von weißen Lichtblitzen alle 10 Sekunden. Die Luchaire-Glühlampe tauschte man gegen eine weiter verbreitete Chance-Lampe mit 85 mm Durchmesser aus, mit der die Leuchtfeuerwärter auf den Balearen besser vertraut waren. Außerdem entfernte man die alte Lampe mit konstantem Niveau, die als Reserve gedient hatte, und setzte dafür eine Maris-Lampe mit zwei Dochten ein. Der Betrieb mit Petroleum wurde bis in die 1980er-Jahre fortgesetzt, sodass der Leuchtturm der letzte der Balearen mit diesem Brennstoff war. Wegen der Umbauten im Jahr 1922 wurde ein offizieller Zugangsweg von Mercadal aus eingerichtet, da der Zugang bis dahin über ein Privatgrundstück mit Genehmigung des Eigentümers erfolgt war, aber alljährlich je nach Art des Anbaus neu angelegt werden musste.