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Geschichte

Geschichte

Der von Emili Pou entworfene Leuchtturm wurde am 30. November 1861 eingeweiht. Bei der ersten Lichtquelle handelte es sich um eine fest installierte katadioptrische, zweitrangige Optik des französischen Herstellers Henry Lepaute mit einer Moderateurlampe vom Typ Degrand. Im Jahr 1928 wurde eine Drehoptik mit zwölf katadioptrischen Blenden aus dem Leuchtturm von Formentor eingebaut und an die damals moderne französische Technologie angepasst, bei der ein Quecksilberlager das Drehmoment beschleunigte und den Intervall und zwischen den Lichtblitzen verringerte. Diese Optik ist bis heute mit einem Leuchtfeuer aus einzelnen Lichtblitzen alle fünf Sekunden in Betrieb. Ebenfalls im Jahr 1928 wurden die alten Dochthalter für konzentrische Dochte entfernt, um eine mit Petroleumdampf betriebene Glühlampe vom Typ Chance 85 m/m einzubauen, die Seidenglühstrümpfe als Beleuchtungskörper verwendete. Im Jahr 1970 wurde das Signal elektrifiziert, und die alten Petroleumlampen wurden durch eine Drehstromlampe mit 3.000 Watt und zwei Notstromaggregate ersetzt. Die vieleckige, zwölfseitige Laterne ist die einzige dieser Art, die heute noch auf den Balearen in Betrieb ist, da in den übrigen Leuchttürmen mit der Zeit zylindrische Laternen mit gebogenen Scheiben und schrägen Streben eingebaut wurden. Die Laterne des Leuchtturms von En Pou ist zwar auch vieleckig, aber nur achtseitig. 1944 rettete der damals hier stationierte Techniker einen deutschen Piloten, der mit seinem Flugzeug rund zwei Meilen vom Leuchtturm entfernt ins Meer gestürzt war, und gab ihm Essen, Kleidung und Unterschlupf. Daraufhin wurde der Leuchtfeuerwärter von der deutschen Regierung inmitten des Zweiten Weltkriegs mit einem Diplom und 1.000 Peseten belohnt.