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Geschichte

Geschichte

Der von Mauro Serret entworfene und in nur 14 Monaten recht schnell errichtete Leuchtturm wurde am 1. September 1913 eingeweiht. Er besaß eine für damalige Verhältnisse moderne Technologie bestehend aus Glühlampen mit Petroleumdampf. Das Material stammte jedoch nicht wie üblich von der englischen Firma Chance Brothers, sondern vom Berliner Unternehmer Julius Pintsch, dessen Lampen sich etwas von den englischen Fabrikaten unterschieden. Das ursprüngliche Leuchtfeuer aus 3+1 weißen Lichtblitzen alle 20 Sekunden wird bis heute verwendet. Auch die Laterne stammte von dem deutschen Unternehmer und war nicht vieleckig, sondern zylindrisch angelegt, jedoch weiterhin mit vertikalen Streben versehen. Die später in den Leuchttürmen eingesetzten Laternen hatten dagegen schräge Streben, da man der Meinung war, die vertikalen Streben sorgten für Schatten in den Lichtblitzen. Der Leuchtturm war übrigens auf Druck der französischen Regierung errichtet worden (vor allem nach dem Schiffbruch des Dampfers „General Chanzy“ im Jahr 1910), und seine Beleuchtung wurde schon in Betrieb genommen, als dass die Bauarbeiten zum Gebäude noch gar nicht abgeschlossen waren. Dies war erst im Juli des folgenden Jahres der Fall. 1921 wurde ein mit Acetylen betriebenes, allerdings nicht automatisiertes Beleuchtungssystem eingebaut. In der Nähe des Leuchtturms befindet sich eine Unterwasserhöhle mit Öffnung in der Decke, aus der bei Unwetter von Norden her Wassersäulen emporschießen und im Laufe der Jahre ein gravierendes Problem für die Erhaltung des Leuchtturms darstellen.