Nenntragweite
Die Entfernung, in der das Leuchtfeuer eines Leuchtturms bei einer atmosphärischen Sichtweite von 10 Seemeilen gesehen werden kann.)

Leuchtturm
Lichtsignal in der Seefahrt mit einer Nenntragweite von 10 oder mehr Seemeilen. Bei einer kleineren Nenntragweite spricht man von einer Bake.

Zugrohr
Glaszylinder über dem Docht, um die Flamme zu schützen und ihr Erlöschen zu verhindern.

Rauchabzug
Metallrohr in der Optik, durch das der Glaszylinder des Zünders oder der Lampe gesteckt wurde, um die Verbrennung zu erleichtern.

Lichtblitz
Das einzelne Lichtintervall, das man beim Betrachten eines Leuchtturms sieht.

Blitzleuchte
Gerät zur Erzeugung eines Blitzlichts. Die Verwendung einer Blitzleuchte erfordert eine feststehende Optik ohne Drehung, da das rhythmische Leuchtsignal von der Blitzleuchte selbst erzeugt wird.

Gasgenerator
Gerät, das in den 1920- und 1930er-Jahren zur Erzeugung von Acetylen für das Leuchtfeuer des Leuchtturms verwendet wurde.

Chance-Lampe
Mit Petroleumdampf betriebene Glühlampe der Firma Chance Brothers aus Birmingham, die in den spanischen Leuchttürmen lange Jahre zum Einsatz kam.

Maris-Lampe
Mit Paraffin oder Petroleum betriebene Lampe mit einem Docht oder zwei Dochten, die in Leuchttürmen mit kurzer oder mittlerer Tragweite verwendet wurde.

Moderateurlampe
Mit Olivenöl betriebene Lampe mit Kolben, um den Docht mit Brennstoff zu versorgen.

Uhrwerklampe
Mit Olivenöl betriebene Lampe mit einem Uhrwerkmechanismus mit Gewichten, der den Docht mit Brennstoff versorgte.

Aladdinlampe
Lampe mit einer Kombination aus Docht und Glühstrumpf, die meist in Leuchttürme mit kurzer Tragweite oder als Notfalllampe in Leuchttürmen mit mittlerer Tragweite verwendet wurde.

Laterne
Struktur aus Glas und Metallstreben, die zum Schutz der Optik und der Lampen vor Wind und Regen dient und es zugleich erlaubt, dass das Licht des Leuchtturms gesehen werden kann.

Laterne für Luft- und Seefahrt
Laterne mit Glaskuppel, sodass die Lichtblitze auch für die Luftfahrt dienen. Dazu muss die Optik unbedingt mit Spezialprismen versehen sein, die die Lichtstrahlen gleichzeitig zum Horizont und in den Himmel werfen.

Rotationssystem
Uhrwerkmechanismus mit Gewichten, die in Leuchttürme mit Drehoptiken installiert wurden. Diese Anlagen sorgten erst dafür, dass sich die Optik drehte. Der Leuchtfeuerwärter musste die Gewichte in den oberen Teil des Turms schleppen, mitunter sogar mehrmals in einer Nacht, wenn der Turm nicht sehr hoch war.

Seemeile
Maßeinheit, die zur Messung von Entfernungen auf dem Meer verwendet wird und 1.852 m entspricht.

Dochthalter
Vorrichtung an einer Lampe, in der die Dochte steckten, mit denen das Leuchtfeuer erzeugt wurde.

Verdunkelung
Die dunkle Unterbrechung zwischen zwei Lichtblitzen, die man beim Betrachten eines Leuchtfeuers sieht.

Katadioptrische Optik
Optik mit lichtbrechenden und -reflektierenden Linsen, um die nötige Leuchtweite zu erzielen.

Feste Optik
Optik ohne Drehung, die mit einer Blitzleuchte kombiniert werden muss, um ein rhythmisches Leuchtfeuer zu erzeugen.

Dioptrische Optik
Optik mit Linsen, die das Licht nur brechen und meist in Leuchttürmen mit geringerer Tragweite als die mit katadioptrischen Optiken zum Einsatz kommen.

Ordnung(sgröße) eines Leuchtturms
Im 19. Jahrhundert wurden die Leuchttürme nach französischem Vorbild in sechs Ordnungen oder Ordnungsgrößen eingeteilt. Diese Klassifizierung basiert auf der Brennweite der Leuchtturmoptik, wobei Leuchttürme mit Optiken von 900 mm als erstrangig und am leistungsstärksten gelten, während sechstrangige Leuchttürme eine geringe Tragweite sehr viel kleineren Optiken mit 150 mm Brennweite besitzen.

Taktung
Dauer der Abfolge von Lichtblitzen und Verdunkelungen eines Leuchtturms, bevor sie sich wiederholt. Das Leuchtfeuer des Leuchtturms von Portopí besitzt beispielsweise eine Taktung von 15 Sekunden, in der zwei Lichtblitze zu sehen sind.

Drehoptik
Anlage aus Optik und Rotationssystem, die das Leuchtfeuer eines Leuchtturms erzeugt. Einst war diese Anlage in den Leuchttürmen mit Verdunkelungen mit Drehspiegeln versehen, die das Licht regelmäßig verdunkelten.

Laufrollen
Kleine Metallrollen, auf denen einst die Drehoptiken ruhten. Dieses alte Rotationssystem sorgte für ein Leuchtfeuer mit sehr langen Taktungen. Später wurde das Rollensystem durch Quecksilberwannen ersetzt, in denen die Optiken ruhten und die für schnellere Drehungen und daher für kürzere Taktungen sorgten.